Die kleine Maus im Grüffelo-Wald hat allen Grund sich zu freuen und ihre Nuss zu knabbern. Aber was verstehen Kinder eigentlich unter Glück?

Freude und Glück gehören zu den wichtigsten Gefühlen, genauso wie Angst und Wut oder Traurigsein. Das eine geht nicht ohne das andere. Für Kinder ist das nicht selbstverständlich. Sie müssen erst üben, diese Gefühle zu spüren, zu erkennen und zu benennen.

Worüber sich Kinder freuen, ist ganz unterschiedlich. Und es ist jeden Tag anders. Das eine Kind freut sich, weil es zum ersten Mal auf den Stuhl geklettert ist. Das andere jauchzt, weil es den ganzen Tag draußen war und einen Stock gefunden hat. Aber egal was - das Schöne ist, dass kleine Kinder in ihren Gefühlen immer ganz spontan und unbestechlich sind. Gefühle sind also immer echt.

Die Maus im »Grüffelo« freut sich, weil sie nicht nur den Grüffelo, sondern auch alle anderen Tiere überlistet hat. Sie ist ziemlich stolz auf sich, denn sie hat sich einen großen Wunsch erfüllt. Jetzt hat sie endlich Ruhe und kann ohne Angst und Furcht fröhlich pfeifend durch den Wald spazieren. Was für ein Glück!

Glück finden: Mit  Geschichten und Listen

Aber was versteht dein Kind unter Glück? Auf einem Trecker sitzen? Eine Muschel finden? Tanzen, hüpfen? Oder einfach, wenn die Oma da ist? Lob? Etwas tun, worauf man stolz sein kann?

In Kinderbüchern geht es oft um Glück und Freude. Lies deinem Kind eine Geschichte vor, in der es um Glück geht, zum Beispiel »Wo ist Mami?«. Dann könnt ihr euch unterhalten, was Glück bedeutet. Es ist immer wieder erstaunlich, was Kindern dazu alles einfällt.

Oder schreibt eine Liste. Schon das Listenschreiben macht glücklich. Kinder haben bestimmt tolle Ideen und ganz andere als wir Erwachsene. Vielleicht wird es auch eine Quatsch-Liste? Wenn ihr abwechselnd erzählt, was Glück für jeden von euch bedeutet, dann macht es noch mehr Spaß – je mehr Kinder, je unterschiedlicher die Vorstellungen, umso besser!

Glücksbringer basteln

Ihr könntet auch Glücksbringer basteln, zum Beispiel einen Perlen-Anhänger mit vielen bunten Perlen für das neue Jahr. Du brauchst nur eine feste Schnur und Tonperlen, die ihr am besten selber macht:

  • Modelliermasse für Perlen gibt es im Bastelgeschäft (am besten schnelltrocknende)

  • Eine kirschengroße Kugel formen, Holzspieß vorsichtig durchführen (mit Schmuckrillen), zum Trocknen den Spieß auf ein Glas legen

  • Wenn die Perlen trocken sind, mit Wasserfarbe/Acrylfarbe anmalen – Gesichter, Muster, alles geht

  • Erneut trocknen lassen, ggf. danach matt oder glänzend lackieren

  • Abnehmen, auffädeln, fertig! Mit Schlaufe kann man es als Schlüsselanhänger verwenden oder einfach an die Wand hängen

Viel Spaß beim Geschichtenerzählen, Listenschreiben oder Basteln und nicht vergessen: »Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen!«